03 06/2019 14:00

Pressemitteilung

SIA gewinnt Ausschreibung der Banca d’Italia für das Management des Interbankenregisters für ungedeckte Schecks und Zahlungskarten

SIA gewinnt Ausschreibung der Banca d’Italia für das management des Interbankenregisters für ungedeckte Schecks und ZahlungskartHerunterladen (PDF 87.41 KB)
Die Konzession hat eine Laufzeit von acht Jahren
 
Das Register ist das computergestützte Archiv der Banca d’Italia zur Identifizierung und Verhinderung der rechtswidrigen Verwendung von Schecks, Debit- und Kreditkarten
 
 
Mailand, 03. Juni 2019 - SIA hat die Ausschreibung der Banca d‘Italia für die Verwaltung des Interbankenregisters für ungedeckte Schecks und Zahlungskarten (Centrale di Allarme Interbancaria - CAI) gewonnen. Das CAI ist ein computergestütztes Archiv, in dem rechtswidrige oder ungedeckte Bank- und Postschecks sowie Kredit- und Debitkarten erfasst werden. Es trägt dazu bei, dass das nationale Zahlungssystem in Italien reibungslos funktioniert. Die Konzession hat eine Laufzeit von acht Jahren.
 
SIA wird die zentrale CAI-Infrastruktur, die sich im Besitz der italienischen Zentralbank befindet, sowie die Anbindungen zu den Remote-Sektoren (lokale Archive) der einmeldenden Institutionen – zu denen Banken, beaufsichtigte kartenausgebende Finanzinstitute, die Poste Italiane, Präfekturen durch das Innenministerium sowie die Justizbehörden durch das Justizministerium gehören – verwalten.
 
Zudem sollen neue Anwendungsfunktionen entwickelt und Infrastrukturkomponenten eingesetzt werden, um eine durchgängige Kontinuität bei der Erbringung von Dienstleistungen zu gewährleisten. Eine dieser Infrastrukturkomponenten ist die innovative Technologiearchitektur „Active-Active“ von SIA, welche 24/7 Verfügbarkeit der Services sicherstellt.
 
Das Interbankenregister für ungedeckte Schecks und Zahlungskarten der Banca d’Italia wurde aufgrund einer gesetzlichen Neuregelung, die eine Reihe von geringfügigen Straftaten von Strafverfolgung freistellt, implementiert. Zu diesen geringfügigen Straftaten gehört beispielsweise die Ausstellung von Schecks ohne Genehmigung oder ohne Guthabendeckung. Das Register enthält die persönlichen Daten der Personen, die Bank- und Postschecks unberechtigt oder ohne die erforderlichen Geldmittel ausgestellt haben. Ebenso beinhaltet es auch die persönlichen Daten der Personen, deren Berechtigung zur Verwendung von Debit- und Kreditkarten wegen Nichtzahlung von Beträgen im Zusammenhang mit Transaktionen oder Auszahlungen per Karte widerrufen wurde.
 
Zusätzlich umfasst das Interbankenregister für ungedeckte Schecks und Zahlungskarten auch Informationen über verwaltungsrechtliche und strafrechtliche Sanktionen, die von Präfekten beziehungsweise den Justizbehörden für die Ausstellung von Bank- und Postschecks ohne Genehmigung oder ohne die erforderlichen Mittel verhängt werden. Darüber hinaus enthält das Register auch die Daten zur Identifizierung von Bank- und Postschecks und „hochriskanten“ Zahlungskarten in anonymisierter Form. Beispielweise solchen Zahlungskarten, die gestohlen und verloren oder aus anderen Gründen gesperrt wurden.

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