23 03/2017 14:30

Pressemitteilung

SIA Jahresergebnis 2016: Steigerung des wirtschaftlichen ergebnisses und der Geschäftszahlen

SIA Jahresergebnis 2016Herunterladen (PDF 77.59 KB)

Mailand, 23. März 2017 – Der Vorstand von SIA hat sich am 31. Dezember 2016 unter dem Vorsitz von Giuliano Asperti versammelt und den Entwurf des Jahresabschlusses geprüft und genehmigt.
 
Die von der SIA Gruppe erreichten Ergebnisse zeigen eine Steigerung in den Umsätzen, des EBITs und des Vorsteuerergebnisses. Dank einem Anstieg der elektronischen Zahlungstransaktionen sowie dem Volumen des Netzwerkverkehrs auf dem SIAnet-Netzwerk liegen sie sogar über den im Strategieplan dargelegten Ergebnissen und auch über den Ergebnissen aus dem Geschäftsjahr 2015 – und das trotz der außerordentlichen Kosten für M&A-Aktivitäten verbunden mit den in 2016 abgeschlossenen Übernahmen.
Diese Ergebnisse wurden dank der Qualität der angebotenen Lösungen und der absoluten Zuverlässigkeit beim Management von „mission-critical“ Infrastrukturen mit einer Serviceverfügbarkeit mit einem der höchsten Standards auf dem Markt, erreicht.
 
„Im gerade abgeschlossenen Jahr konnte SIA dank einem Anstieg der Umsätze, des EBITs und dem Volumen digitaler Zahlungen das fünfte Jahr in Folge ein Wachstum vermelden. 2016 konnte das Unternehmen zudem, durch eine abgeschlossene außerordentliche Transaktion zu Jahresende, die Voraussetzungen dafür schaffen, um seine Präsenz auf dem europäischen Markt weiter zu verbessern. Die ersten Ergebnisse sind bereits in 2017 sichtbar geworden“, so Massimo Arrighetti, Chief Executive Officer von SIA.
 
 
Wichtigste wirtschaftliche und finanzielle ergebnisse der SIA Gruppe
 
2016 ist der Umsatz der Gruppe auf 468,2 Millionen Euro angestiegen, das entspricht einem Wachstum von 18,8 Millionen Euro (+4,2%) gegenüber 2015. Das Kartensegment generierte 51% der Umsätze, das Zahlungssegment 25% und die institutionellen Dienstleistungen 24%.
 
Geographisch betrachtet hat Italien zusammengerechnet einen Umsatz von 372,2 Millionen Euro erzielt, was einer Steigerung von 16,5 Millionen Euro (+4,6%) entspricht, während im Ausland 96 Millionen Euro erwirtschaftet wurden, was einem Anstieg von 2,3 Millionen Euro (+2,5%) gleichkommt.
 
Die Betriebskosten betrugen 210,4 Millionen Euro, verglichen mit 193,4 Millionen Euro in 2015 (+8,8%). Die Personalkosten lagen bei 136,4 Millionen Euro, im Gegensatz zu 133,4 Millionen Euro im Vorjahr (+2,3%).
 
Zum Jahresende hin hatte die SIA Gruppe über 2.023 Mitarbeiter – eingeschlossen dem Personal, dass die Gruppe nach der Akquisition des E-Money-Geschäftes von Unicredit Business Integrated Solutions (UBIS) dazu bekommen hatte – das gleicht einem Anstieg von 25,5% gegenüber 2015.
 
Die 2016 erzielte Brutto-Umsatzrendite erhöhte sich um 1 Million Euro (+0,8%) auf 124,9 Millionen Euro und das operative Ergebnis wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Millionen Euro (+3,7%) auf 104,2 Millionen Euro.
 
Das Vorsteuerergebnis gewann 3,1 Millionen Euro (+3,1%) dazu und erreichte 103,7 Millionen Euro. Auch der Jahresüberschuss der Gruppe stieg um 0,5 Millionen Euro (+0,8%) auf 70,3 Millionen Euro an. Das konsolidierte bereinigte EBITDA, welches außerordentliche Ereignisse oder Transaktionen nicht berücksichtigt, lag im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr, wo es 130,4 Millionen Euro betrug, bei 142,6 Millionen Euro (+9,4%).
 
Ende 2016 lag die Nettofinanzposition aufgrund der Übernahme von UBIS (Unicredit Gruppe) und deren Processing-Aktivitäten von rund 13,5 Millionen Zahlungskarten, dem Management von 206.000 POS-Terminals und 12.000 Geldautomaten in Italien, Deutschland und Österreich für 500 Millionen Euro bei 392,4 Millionen Euro. Die Transaktion, die am 31. Dezember 2016 durchgeführt wurde, wurde von SIA durch ein Darlehen von einem Pool führender Banken und zum Teil auch aus Eigenmitteln finanziert.
 
Die operativen Investments beliefen sich 2016 auf 21,9 Millionen Euro, dies entspricht verglichen mit 20,7 Millionen Euro im Jahr 2015 einem Anstieg von 1,2 Millionen Euro (+5,7%).
 
Hinsichtlich der wichtigsten konsolidierten wirtschaftlichen und finanziellen Kennzahlen, ist es bemerkenswert, dass sowohl das ROE als auch das ROI noch immer größer als die des Referenzmarktes sind. Die Verringerung – trotz dem Anstieg der Unternehmensumsätze und der Profitabilität – ist hauptsächlich den außerordentlichen Transaktionen, einschließend der Akquisition des E-Money-Geschäftes der Unicredit Gruppe, zuzuschreiben.
 
 
Wichtige wirtschaftliche und finanzielle Ergebnisse der SIA S.P.A.
 
2016 wuchsen die Umsätze von SIA um 2 Millionen Euro (+0,5%) auf 390,8 Millionen Euro.
 
Das EBITDA erhöhte sich um 2,1 Millionen Euro (+1,8%) auf 118,6 Millionen Euro und das Betriebsergebnis gewann 5,4 Millionen Euro (+5,7%) dazu und notierte bei 100,8 Millionen Euro.
 
Der Nettogewinn verringerte sich im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr um 3,2 Millionen Euro (-4,4%) auf 69,8 Millionen Euro, da die von TSP erhaltenen Dividenden, die zum 1. Januar 2015 integriert wurden, in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgenommen wurden.
 
Wie bereits erwähnt war auch SIAs Nettofinanzposition von der Übernahme des E-Money-Geschäftsbereiches von UBIS betroffen.
 
 
Geschäftsentwicklung
 
2016 hat die SIA Gruppe das Clearing von 12,2 Milliarden Transaktionen (+24% im Vergleich zu 2015), 4,3 Milliarden Kartentransaktionen (+9,4%) und 2,8 Milliarden Zahlungstransaktionen (+1,7%) im Zusammenhang mit Überweisungen und Inkassovereinbarungen abgewickelt.
Auf den Finanzmärkten ist die Anzahl von Trading- und Post-Trading-Transaktionen von 41,7 Milliarden Euro im Jahr 2015 auf 47,4 Milliarden gestiegen, was einem Zuwachs von 13,7% entspricht.
SIA wickelt ein Verkehrsvolumen von 654,3 Terabytes an Daten auf dem 160.000 Kilometer langen SIAnet-Netzwerk ab, was verglichen mit 2015 82,7% mehr sind, mit einer kompletten Verfügbarkeit der Infrastruktur und einem hundertprozentigen Serviceniveau.
 
 
Kartensegment
 
2016 bestätigte sich die Trendwende hinsichtlich der Zahlungsgewohnheiten von Konsumenten hin zur häufigeren Nutzung von Kartenzahlungen und elektronischen Zahlungsinstrumenten anstelle von Bargeld.
 
Aufgrund dieser Entwicklung hat SIA – trotz der geringen Konsumsteigerung und Wirtschaftstätigkeit – 4,3 Milliarden Issuing- und Acquiring-Transaktionen im E-Money-Sektor abgewickelt, was einer Steigerung um 9,4% gegenüber 2015 entspricht und hauptsächlich an der Zunahme der Transaktionen im internationalen Maestro und Electron/Vpay Debitkartennetzwerk (+23,1%) lag.
Ebenfalls gab es bei Abhebungen an Geldautomaten und POS-Einkäufen, die mit Debitkarten bei den inländischen Schemes Bancomat und PagoBancomat durchgeführt wurden, einen Zuwachs (+3,1%) sowie auch bei Vorgängen mit Kreditkarten (+4,3%) und Prepaid-Karten (+0,6%). SIA hat das Portfolio von über 65,8 Millionen Zahlungskarten (+1,2%) verwaltet.
 
Die Geschäftstätigkeit fokussierte sich im heimischen Markt bei Banken und Finanzinstitutionen vornehmlich auf die Entwicklung neuer mobiler Zahlungslösungen – basierend auf Host Card Emulation (HCE) Technologie und Person to Person (P2P) Dienstleistungen – sowie auf das „Cross-Selling“ an Bestandskunden.
 
Die Expansion in ausländische Märkte setzte sich 2016 fort. Insbesondere in Westeuropa, wo die Arbeit mit bereits akquirierten Kunden – speziell in Zielländern wie Großbritannien und hauptsächlich Deutschland (wo sich einige Geschäftsgelegenheiten aufgetan haben) – weiterentwickelt wird, ebenso wie Sales-Kampagnen für spezifische Dienstleistungen, wie etwa die Compliance für Finanzmärkte.
 
In Osteuropa konzentrierten sich die unternehmerischen Aktionen mit Cross-Selling-Initiativen im Bereich Innovation und kontaktlose Zahlungen auf Zielländer wie Ungarn, die Tschechische Republik und Polen. Zu den wichtigsten Projekten zählt in Ungarn eines mit der Budapest Bank, bei dem ein neues Kartenzahlungs-Management-System entworfen und realisiert wird sowie auch das Projekt in der Tschechischen Republik, bei dem die ČSOB die erste mobile Wallet für NFC Zahlungen auf internationalem Level gelauncht hat, welche von SIA entwickelt wurde und sowohl MasterCard als auch VISA Schemes unterstützt.
 
 
Zahlungsverkehrsbereich
 
Im Bereich der Zahlungen bestätigte sich der Trend des Übergehens von Bargeld hin zu elektronischen Zahlungen. Im Jahr 2016 konnte SIA einen Anstieg der Transaktionen (+1,7%) auf 2,8 Milliarden verzeichnen, hauptsächlich aufgrund der starken Entwicklung in den Bereichen Mobile Payment (+377%), Secure Messaging (+29%) und Payment-Factory-Dienstleistungen (+15%), die sich hauptsächlich an Firmenkunden und Kunden aus der öffentlichen Verwaltung richten, die den Volumenrückgang von Nicht-SEPA-Zahlungsinstrumenten (-10%) ausgleichen müssen.
 
Die Entwicklung des Firmenkundengeschäfts und des Geschäfts mit Kunden aus der öffentlichen Verwaltung fokussierte sich hauptsächlich auf Instant Payments und die Entmaterialisierung von Schecks, aber auch auf Inkasso- und Zahlungsdienstleistungen. 2016 haben sich Unternehmen insbesondere mehr in Richtung internationale Treasury-Lösungen bewegt, welche dazu dienen, die „finanzielle Wertschöpfungskette“ unter Kontrolle zu bekommen und Cashflows in Übereinstimmung mit den Betriebsanforderungen zu gewährleisten. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurde der Multinetwork-Service weiterentwickelt, welcher eine zentralisierte Verwaltung von bankübergreifenden Geschäftsbeziehungen zwischen inländischen und ausländischen Banken erlaubt und es nun ermöglicht, Finanzpartner in 15 verschiedenen Ländern in der Eurozone zu erreichen.
 
Jiffy, dem von SIA entwickelte Service zum Versenden und Empfangen von Geld in Echtzeit via Smartphone, haben sich seit der Markteinführung 23 italienische Bankengruppen angeschlossen. Neben der Möglichkeit mit Jiffy an Hilfsorganisationen zu spenden, wurde in Bergamo und Mailand die Pilotphase des „Person-to-Business“ (P2B) Projekts gestartet, um Kunden Zahlungen via App bei teilnehmenden Händlern, die von UBI Banca autorisiert wurden, zu ermöglichen.
 
Was das Thema „Smart City“ betrifft, wird Ende des Jahres eine wichtige Initiative gestartet, die es Kunden dank der von SIA entwickelten technologischen Infrastruktur erlaubt, ganz einfach ein Ticket bei Trenord für die Malpensa Express Flughafenverbindung zu bezahlen, indem sie eine kontaktlose Karte (Kredit, Debit, Prepaid) oder ein Smartphone mit NFC an ein nahgelegenes Drehkreuz oder Totem in den Stationen Mailand Cadorna, Central, Porta Garibaldi und Malpensa T1 und T2 halten.
Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es in Europa nur in Bratislava, Bukarest, London, Madrid und Sankt Petersburg die Möglichkeit, kontaktlose Zahlungen im Verkehrsraum zu nutzen. In Italien wird es ein Vorreiter sein.
 
 
Institutionelles Dienstleistungssegment
 
2016 bestätigte sich auch der Wachstumstrend hinsichtlich Transaktionen im institutionellen Dienstleistungssegment, welche 12,2 Milliarden (+24%) erreichten. Auch das Volumen von STEP2, der von EBA Clearing entwickelten gesamteuropäischen Technologieplattform für das Clearing von SEPA Zahlungen, an das über 4.800 Finanzinstitutionen in 34 Ländern angeschlossen sind, konnte einen Anstieg vermelden: Verglichen mit 2015 wuchsen die SEPA Überweisungen um 4%, während die SEPA Lastschrifteinzüge einen Anstieg von 17% verzeichneten.
SIA garantierte somit höchstes Serviceniveau, indem es EBA Clearing und den angeschlossenen Banken eine hundertprozentige Verfügbarkeit bot, und das bereits zum vierten Jahr in Folge.
 
Im Verlauf des Jahres hat sich das Interesse an Lösungen, die in Echtzeit Clearing von Massenzahlungen („Instant Payments“) garantieren, bei vielen Playern intensiviert. Instant Payments stellen eine wichtige Unterstützung bei der steigenden und weitverbreiteten Nutzung von Zahlungsinstrumenten auf mobilen Plattformen dar und tragen zur Entwicklung des E-Commerce bei.
In dieser Angelegenheit betraute EBA Clearing SIA mit der Entwicklung einer gesamteuropäischen Infrastruktur, um die neuen Instant Payment-Dienstleistungen, die im November den Betrieb aufnehmen werden, zu unterstützen. Das Projekt wurde bereits gelauncht und auf der Plattform, welche dem „SCT Inst Scheme“ des Europäischen Payments Council (EPC) und den internationalen Standards für Echtzeit Payment Messages (ISO 20022) entspricht, wurden bereits erste Akzeptanztests durchgeführt.
 
Um den unterschiedlichen Anforderungen von Kreditinstituten gerecht zu werden, wurden dem Angebotsportfolio noch mehr Lösungen zugefügt, wie beispielsweise CSD Equities für Zentralverwahrer (Central Depositories) sowie ad hoc Business Intelligence und Enterprise Messaging-Produkte.
2016 wurde SIA zudem von der neuseeländischen Zentralbank, der Reserve Bank of News Zealand (RBNZ), ausgesucht, um ein neues Echtzeit-Brutto-Abwicklungssystem (RTGS) für Transaktionen zu entwickeln.
 
Darüber hinaus konnte SIA 2016 seine Rolle als technologisch zuständiger Partner für die London Stock Exchange Gruppe festigen, dank SIAs exzellenten bereitgestellten Dienstleistungen und der Entwicklung von neuen Funktionalitäten für die Dienstleistungsplattformen für den Anleihehandel (MTS) und das Post-Trading (Monte Titoli).
 
SIAs „Financial Ring“ wurde weiter gestärkt. Dies ermöglicht Finanzintermediären, über eine einfache Netzwerk-Infrastruktur mit niedriger Wartezeit und hoher Geschwindigkeit, den Zugang zu den wichtigsten internationalen Aktienmärkten mit Niederlassungen in Mailand, London, Frankfurt, Budapest und New York. Ende 2016 wurden 31 in Europa und den USA ansässigen Handelsplätze (2 mehr als in 2015) und 578 Kunden zusammengeschlossen. Insgesamt gab es 579 aktive Knotenpunkte (Nods) im SIAnet-Netzwerk (421 in Italien und 157 im Rest von Europa).
Das Serviceniveau des Netzwerks (Network Services) lag das siebte Jahr in Folge bei 100%, damit wurde die volle Verfügbarkeit der Infrastruktur 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr sichergestellt und somit der Zugriff auf SIAs Dienstleistungen gewährleistet. 
 

Medienkontakt:

Filippo Fantasia

Head of Media Coordination
Phone +39 02.6084.2833
Mobile +39 335.1202713
Email: filippo.fantasia@sia.eu